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Online bewerben per E-Mail |
Diesen Beitrag auf meiner Webseite habe ich verfasst, gewissermaßen als Ausdruck aufrichtiger Verzweiflung.
Als Projektleiter gehört es auch zu meinen Aufgaben Personal einzustellen. Ich persönlich bin der Meinung, dass bei dem inzwischen üppigen Netz moderner DSL Leitungen und dem großen Vorhandensein von Heim PCs, Bewerbungen nicht mehr zwangsläufig in einer hübschen Mappe, mit Hochglanzbewerbungsfoto und vor allem mit viel Papier zum Stellengeber geschickt werden müssen, sondern dass inzwischen auch der Weg per E-Mail geeignet ist, um sich ins rechte Licht zu rücken.
Es mag Berufe geben, in denen die moderne DV stärker beheimatet ist - gegenüber anderen Branchen. Es wird also so sein, dass ein Fachinformatiker eine Bewerbung im PDF Format ohne große Hürden bewerkstelligt, während der Sozialarbeiter offenkundig schon überlegen muss, wie er/sie es anstellt, ein datenverarbeitungstechnisches "Gesamtkunstwerk" mit dem Namen PDF zu Wege zu bringen.
Als ich kürzlich im Berliner Tagesspiegel wieder mal eine gestaltete Anzeige plaziert hatte und darum bat, Kurzbewerbungen als Diplom-Sozialarbeiter zunächst als PDF an mich zu senden, war ich schon erstaunt was da so in meinen virtuellen Briefkasten gespült wurde.
Wie man seine Bewerbungsunterlagen ins PDF Format bringt, scheint die überwiegende Mehrheit, der im sozialen Bereich tätigen Kollegen und Kolleginnen, hoffnungslos zu überfordern.
Da werden Zeugnisse als JPEG gescannt und abgespeichert, Texte mehrfach als *.rtf und *.doc abgelegt, so dass an eine Mail auch schon mal 15 Dateianhänge geheftet sind.
Die modernen Kommunikationswege (E-Mail und SMS) ermöglichen Kurzatmigkeit - in der Tat. Bei Bewerbungen sollte ein Anschreiben jedoch nicht so aussehen: |
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Angehängt war dann an diese E-Mail lediglich ein lausig formatierter Lebenslauf.
Die Erstkontaktaufnahme per E-Mail heißt nicht, dass das formale Anschreiben in Gänze überflüssig geworden ist.
Der Bewerber darf schon zum Besten geben, was ihn aufmerksam gemacht hat, warum er sich bewirbt und was er glaubt Gutes zu können - man darf, nein, man sollte das sogar schreiben.
Eine Bewerbung vermittelt den ersten Eindruck. Wenn ein Lebenslauf so ausschaut, wie das ausschnitthafte Beispiel hier.... |
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...und der Bewerber dann noch am Schluss erwähnt, dass er über gute PC und Office Anwenderkenntnisse verfügt, dann hat er die Bewerbung entweder nicht selber geschrieben, oder er lügt was das Zeug hält. Wer so etwas abgibt, dem muss klar sein, dass er sich schon in dieser Phase ins Aus katapultiert hat.
Ich dachte mir: Wenn der Lebenslauf, als persönliche Visitenkarte, schon so "unbemüht" daherkommt, wie mögen dann erst die in unserem Bereich anzufertigenden Hilfepläne aussehen?
Bevor jetzt jemand dieser Kollegen entgegnet: Ich gebe doch keine Unsummen aus, um die Software zu erwerben mit der ich PDF erzeugen kann, dem sei gesagt. PDF kostet nix! So simpel ist das.
Völlig egal, ob man zu Hause einen Windows, Linux oder Macintosh Rechner als DV Werkzeug verwendet. Es ist ohne weitere Zusatzkosten möglich dem Stellengeber die üblichen Bewerbungsunterlagen im gewünschten PDF-Format zukommen zu lassen. Größter Vorteil: Wenn die Unterlagen gut, d.h. ansehnlich formatiert sind, dann bleibt diese Formatierung mit PDF 1:1 erhalten. Und darüber, dass eine Bewerbung ansehnlich sein sollte, darüber besteht hoffentlich Einigkeit.
Die notwendigen Tipps (=HowTos) sind hier veröffentlicht.
Ich denke schon, dass es nichts mit der Arroganz des Wissenden zu tun hat, wenn man von einem Akademiker verlangt, er möge sich schlau machen, wie man im Zeitalter moderner DV Kommunikation eine Bewerbung ins PDF Format bringt. |
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